FPnews 03/2010
FP-Tipp: Osterbräuchen auf der Spur.

Wer ist eigentlich der Osterhase? Und warum bringt er bunte Eier? Was hat es mit dem Osterfeuer und dem Osterlamm auf sich? FP liefert Ihnen die richtigen Informationen, um beim Ostertalk im Büro zu punkten.
Was hat der
Osterhase eigentlich mit Ostern zu tun? Eine besonders populäre Theorie dazu besagt, dass der Hase ein Symbol für Fruchtbarkeit sei und der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera zugeordnet werde. Je nach Region wurde
Kindern früher allerdings von verschiedensten Ostereier-Bringern erzählt: Mal war es ein Kuckuck, mal ein Hahn, ein Fuchs, oder auch ein Storch. Inzwischen hat sich der Hase jedoch überregional durchgesetzt.
Auch der Brauch des
Ostereier-Färbens gibt Rätsel auf. Im Christentum ist diese Tradition weit verbreitet, sie findet sich in vielen Kulturen von Armenien bis Mitteleuropa. Bloß - wer sie erfunden hat, da streiten sich die Geister. In der
Kunstgeschichte gilt das Ei allgemein als Symbol der Auferstehung. Vermutet wird der Ursprung des Eier-Färbens jedoch auch im Neujahrsbrauch des yezidischen Glaubens (einer viertausend Jahre alten Religion) - dieses Frühlingsfest fand im April statt und beinhaltete das Färben von Eiern. Ebenfalls aus dem yezidischen Glauben stammt möglicherweise der Brauch, ein
Osterfeuer zu entzünden und darüber hinwegzuspringen - damals reinigende Zeremonie, heute oft Mutprobe nach österlichem Alkoholkonsum.
Etwas klarer dagegen sieht es mit dem
Osterlamm aus: Gekennzeichnet mit einer Siegesfahne, steht es in der christlichen Symbolik für die Auferstehung Christi. In der Osterfeier oder zum Osterfrühstück wird es gerne verspeist - geformt aus leckerem Sandkuchenteig und optimalerweise mit einem dicken Fell aus Puderzucker.