FPnews 12/2011
FP-Tipp: Weihnachten weltweit.

Tannenbaum, Lebkuchen, Geschenke: Das deutsche Standardprogramm zu den Feiertagen kennt hierzulande jedes Kind. Doch gilt das auch in anderen Ländern?
Was genau ist eigentlich Weihnachten? Ganz klar: der 24. Dezember, ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum, gutes Essen, tolle Geschenke. Und ein besinnlicher Abend mit den Liebsten. Das steht auf dem traditionellen Fahrplan der meisten deutschen Familien. Aber wie sieht Weihnachten eigentlich anderswo aus? Etwa in Russland, Mexico oder Australien?
Die Mexikaner beginnen die Weihnachtsfeiern am 15. Dezember während der neuntägigen Posadas. Posadas heißen die lauten und trubeligen Umzüge, bei denen die Herbergssuche von Maria und Joseph nachgespielt wird – begleitet von Tanz und Feuerwerk. Buntes Treiben herrscht in Mexico auf den Straßen zum Weihnachtsfest. Doch der wichtigste Brauch ist hier die Pinata: Ein mit Sternen und Figuren dekoriertes Gefäß, das mit Süßigkeiten und Früchten gefüllt ist. Die Kinder versuchen, es mit einem Stock zu zerschlagen. Hauen sie fest genug drauf, werden sie mit einem Regen aus Leckereien belohnt.
In Russland dagegen beschert Väterchen Frost die Kinder. Er ähnelt unserem Nikolaus und hat zwei Kinder namens Schneeflöckchen und Neujahr im Schlepptau. Väterchen Frost beschert erst am 31. Dezember, in Russland gilt nämlich der Julianische Kalender. Die Feiertage sind anders verteilt als in Deutschland: Der Weihnachtsfeiertag liegt sogar noch später auf dem 7. Januar.
Ganz anders sieht es am 25.Dezember in Australien aus. Bei 40 Grad Celsius tanzt der Weihnachtsmann hier in Badeshorts um den Pool. Plastikbäume in grün, lila oder blau dekorieren die Straßen. Das Festessen findet nicht an einer gedeckten Tafel statt, sondern am Strand als gemeinsames Picknick – häufig mit anschließendem Lagerfeuer. Traditionell gibt es hier, wie in Amerika, Truthahn mit geröstetem Gemüse und Pudding.